Datum: 12. April 2026 um 11:32Â Uhr
Einsatzart: Brand
Einsatzort: Wahlen
Einheiten und Fahrzeuge:
- LB 1 – Losheim: KDOWâ , ELW 1 , TLF 24/50 , DLK 23/12 , HLF 20/20 , TSF , GW-L2 , MTW 1 , MTW 2
- LB 2 – Wahlen: LF 16 , LF-KatS
- LB 3 – Bachem: MTW
- LB 5 – Niederlosheim: MLF
- LB 6 – Rimlingen: ABC-ErkKW
- LB 8 – Mitlosheim: MTW , TSF-WâŁ
- LB 10 – Rissenthal: MLFâ
- LB 12 – Scheiden: TSF-WâŁ
- KDOW
Einsatzbericht:
Zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen kam es am 12.04.2026 gegen 11:30 Uhr. Bei Eintreffen der ersten EinsatzkrĂ€fte stand ein WirtschaftsgebĂ€ude auf dem Hof in Wahlen bereits im Vollbrand. In dem GebĂ€ude waren gröĂere Mengen Strohballen und Holz-Hackschnitzel gelagert. Menschen oder Tiere kamen glĂŒcklicherweise nicht zu Schaden.
Der Einsatzschwerpunkt lag zunĂ€chst auf dem Schutz der umstehenden WirtschaftsgebĂ€ude. Problematisch war zunĂ€chst neben der hohen BrandintensitĂ€t die Wasserversorgung. Um eine sichere Wasserversorgung zu gewĂ€hrleisten mussten 3 Zubringerleitungen mit insgesamt ĂŒber 5000m LeitungslĂ€nge zur Einsatzstelle verlegt werden. ZusĂ€tzlich unterstĂŒtzten mehrere Landwirte die Wasserversorgung, indem sie mit GĂŒllefĂ€ssern Wasser von vorbereiteten Saugstellen am Stausee Losheim zur Einsatzstelle brachten.
Aufgrund der GeruchsbelĂ€stigung durch Brandrauch wurde auch eine Bevölkerungswarnung ĂŒber das modulare Warnsystem veranlasst. Der Einsatz wurde durch Messteams eines ABC-Erkundungswagens begleitet, die Messungen ergaben keine Anhaltspunkte fĂŒr eine GefĂ€hrdung.
Um die Standsicherheit des GebĂ€udes beurteilen zu können wurde auch ein Fachberater Bau des THW hinzugezogen. Da sich aufgrund der Brandauswirkungen Zweifel an der Standsicherheit des GebĂ€udes ergaben, wurden beim Katastrophenschutz des Landkreises St. Wendel GroĂlĂŒfter sowie ein Löschroboter sowie spĂ€ter auch Teleskoplader angefordert und eingesetzt.
Logistisch wurde der Einsatz durch DRK und MHD unterstĂŒtzt, die die medizinische Absicherung und Verpflegung der EinsatzkrĂ€fte ĂŒbernahmen.
In der Spitze waren rund 240 EinsatzkrÀfte der Feuerwehren, des THW, DRK, MHD sowie Polizei im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren der Kreisbrandinspekteur und Kreisbrandmeister LK Merzig-Wadern sowie der stellvertretende Landesbrandinspekteur. Weiterhin waren Gemeindeverwaltung sowie Energie- und Wasserversorger vor Ort
Gegen 16:30 Uhr am Sonntag konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Ein Ablöschen des verbliebenen Brandgutes innerhalb des GebĂ€udes war aufgrund Bedenken hinsichtlich der Standsicherheit des GebĂ€udes nicht möglich. Daher mussten Teile des GebĂ€udes abgebtragen werden. Hierzu setzte eine Fachgruppe RĂ€umen des THW einen Bagger zum Ăffnen der SeitenwĂ€nde ein, weitere schwere Maschinen kamen aus der Privatwirtschaft zum Einsatz.
Mit dem Teleskoplader des Katastrophenschutzes Landkreis St. Wendel sowie dem Bagger des THW wurden durch die geschaffenen Ăffnungen brennende Strohballen und Hackschnitzelaus dem GebĂ€ude entfernt und abgelöscht.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich durch die Nachtstunden bis zum nÀchsten Tag. In der Nacht wurde das GebÀude weiter abgetragen. Eine Giebelwand des betroffenen WirtschaftsgebÀudes musste zum Schutz des Wohnhauses mit schwerem GerÀt abgerissen werden. Eine Brandwache verblieb vor Ort, um bei erneutem Aufflammen des Brandes sofort eingreifen zu können.
Nach Sonnenaufgang wurden die Löscharbeiten schlieĂlich wieder vollumfĂ€nglich aufgenommen. Um die Mittagszeit war der Brand schlieĂlich vollstĂ€ndig gelöscht und die letzten EinsatzkrĂ€fte konnten die Einsatzstelle nach Abtransport der EinsatzausrĂŒstung wieder verlassen.
Im Anschluss waren umfangreiche Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und Instandsetzung der AusrĂŒstung erforderlich. Diese werden auch noch die nĂ€chsten Tage in Anspruch nehmen.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten EinsatzkrĂ€ften und Helfern innerhalb und auĂerhalb der „Blaulichtfamilie“ fĂŒr die hervorragende Zusammenarbeit!





